Dienstag, 9. Oktober 2007

.net@movies episode I - .NET Web Security


.NET Web Security

Starring: Dominick Baier, Christian Wenz
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17. Dezember 2007, 9h-24h
Streit´s Kino, Hamburg


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Wo Software öffentlich ist wie im Internet, da ist eines wichtig: Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit. Denn ohne Sicherheit fassen Anwender kein Vertrauen und gute Produkte werden leicht das Opfer böswilliger Angriffe. Lahmlegen, eindringen, ausspähen: sind die Disziplinen vom dilletierenden Gelegenheitshacker bis zum organisierten Verbrechen im Internet.

Die Werkzeuge der Angreifer sind vielfältig. Sie sind zum Großteil öffentlich erhältlich oder eine Sache des Selbstbaus. Und die Angriffsstrategien sind oft erschreckend simpel.

Wohl dem, der seine Applikationen wappnet!

Wie das geht, das ist Thema von .net@movies episode I – .NET Web Security, der neuen Veranstaltungsreihe für .NET-Softwareentwickler und -Architekten. Denn so simpel die Strategien der Angreifer manchmal sind, so simpel ist oft auch ihre Abwehr – wenn man weiß, wie. Dominick Baier und Christian Wenz – ausgewiesene Sicherheits- und Web-Experten – wissen es und brennen darauf, Sie für das Thema Sicherheit bei Web-Applikationen nicht nur zu sensibilisieren, sondern Ihnen konkrete Sicherungs- und Abwehrtechniken zu vermitteln.

Bieten Sie den Rüpeln und Kriminellen im Internet keine offene Flanke. Lassen Sie ihre Angriffe ins Leere laufen. Trainieren Sie mit dem Team Baier/Wenz Web-App-Aikido!

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Das Programm

Nach einem Herbst voller Veranstaltungen größerer und kleinerer Anbieter zum Thema Web-Applikationen ist das Professional Developer College der Meinung, das bunte Technologiefeuerwerk von ASP.NET 2.0 über Ajax bis zu Silverlight verdiene einen Schuss Erdung. Deshalb das Thema Web Security, deshalb der Termin im Dezember. Es geht um einen Abschluss der „bunten Bilder“ mit konkreten Ratschlägen und sofort einsetzbaren Strategien.

Das Programm von .net@movies episode I – .NET Web Security ist in drei Blöcke geteilt, die das breite Thema Security für Sie handhabbar machen. Denn Sicherheit ist wichtig, Sie müssen die Implikationen für Ihren Code verstehen – doch am Ende ist Sicherheit nicht der Hauptzweck Ihrer Arbeit. Eine klare Struktur ermöglicht Ihnen daher, schnell das für Sie Wesentliche aufzunehmen:

Angriff und Verteidigung

Wie sehen die allgemeinen Bedrohungsszenarien für Web-Applikationen aus? Mit welchen Werkzeugen arbeiten die Angreifer? Wie denken Hacker? Welche Abwehrmaßnahmen können Sie treffen? Unterscheiden sich Angriffe auf ASP.NET-, Ajax- oder Silverlight-Anwendungen? Wie können Sie Ihre Web-Applikationen auf Schwachstellen prüfen?

Auszug aus der Liste der behandelten Angriffsstrategien: Cross-Site Scripting (XSS), Cross-Site Request Forgeries (CSRF), SQL Injection, Postback/Viewstate Manipulation.

ASP.NET Security

Sicherheit ist nicht nur ein Thema hoher und starker Mauern oder gekonnten Ausweichens bei einem Angriff. Denn wer sich zu sehr abschottet, läuft Gefahr, sich zu isolieren. Anwendungssicherheit ist daher auch dafür verantwortlich, sicheren und vertrauenswürdigen Austausch zu ermöglichen. Angreifer sollen abprallen, aber legitime Anwender sollen Leistungen nutzen können.

Im zweiten Block beschäftigt sich .net@movies episode I – Web Security deshalb mit allgemeinen Sicherheits- oder konkreter: Überwachungs- und Zugangstechnologien.

Auszug aus den behandelten Technologien und Sicherheitsaspekten: Authentifizierung/Autorisierung, Security Provider, Sichere Datenspeicherung, Logging, SSL für Entwickler.

Web 2.0 Security

Abgerundet wird das Thema Web Security durch eine Abwägung von Sicherheitsinteressen mit der Benutzbarkeit (Usability) von Web-Anwendungen. Sind Usability und Sicherheit ein Gegensatz? Ist das Web 2.0 per se unsicherer durch den Anspruch, Anwendern innovative Dienste oder gar die Vernetzung von Diensten zu bieten?

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Die Veranstaltung

.net@movies ist anders. .net@movies ist das neue Format des Professional Developer College für vortragsorientierte Veranstaltungen. .net@movies kombiniert fachliche Tiefe und Intensität mit wertvollen persönlichen Interaktionen und Freude am gemeinsamen Thema.

Der fachliche Teil von .net@movies beginnt

am 17.12.2007
um 9h
im Streit´s Kino, Hamburg, Jungfernstieg 38

und endet nach 10 Stunden intensiver Wissensvermittlung und Diskussion um 19h. Die Referenten behandeln das Thema Web Security in dieser Zeit in Form einer Reihe von Vorträgen und diskutieren mit Ihnen in mehreren Chalk-Talk-Sessions.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt auf 25, so dass intensive Gespräche mit den Referenten und auch zwischen den Teilnehmern quasi unausweichlich sind. .net@movies setzt auf eine geringe Teilnehmerzahl, um die Wirksamkeit der Teilnahme für jeden einzelnen zu maximieren.

Nach getaner Arbeit ist .net@movies aber noch nicht am Ende! Ab 19h sind alle Teilnehmer zum geselligen Beisammensein an der Bar des Kinos eingeladen. Wir wollen zusammen plaudern, Kontakte knüpfen und intensivieren und schließlich – wie könnte es anders sein? – bei Popcorn, Cola und Eiskonfekt einen Spielfilm genießen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildet um 24h dann das gemeinsame Anstoßen auf den Geburtstag von Referent Dominick Baier. Ein nicht nur freudiger Anlass für Dominick, sondern auch für Sie, denn zu dieser Gelegenheit werden weitere Top-Experten aus der .NET-Community anwesend sein. Ein wohl einmalig hohes Experten/Teilnehmer-Verhältnis ist zu erwarten.

Nicht umsonst ist das Motto des Professional Developer College „Facts and Fun for .NET Developers“.

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Die Referenten

clip_image002[1][2][1]Dominick Baier ist Berater für Sicherheit und Architektur bei thinktecture (www.thinktecture.com). Dort kümmert er sich primär um Sicherheit in verteilten Umgebungen und Identitätsmanagement. Weiterhin leitet er den Security und WCF Bereich bei Developmentor (www.develop.com), einem führenden Schulungsunternehmen für Entwickler. Dominick ist MVP für Developer Security und Autor des Buches "Developing more secure Microsoft ASP.NET Applications" (MSPress). Sein Blog www.leastprivilege.com ist eine häufig frequentiert Quelle für Sicherheit auf der Windows/.NET Plattform.

 

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Christian Wenz ist Autor, Trainer und Berater mit Schwerpunkt auf Web-Technologien und Web-Sicherheit. Er hat sich auf das Thema "moderne Webanwendungen" spezialisiert und berät Unternehmen im In- und Ausland bei der Wahl der besten Strategie, inklusive der Technologieauswahl. Dabei fühlt er sich in mehreren Technologiewelten zu Hause: Er ist Microsoft MVP für ASP/ASP.NET, ist aber auch im "Zend Who is Who in PHP" aufgeführt. Er spricht regelmäßig auf Entwicklerkonferenzen im In- und Ausland und schreibt für diverse renommierte Verlage.

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Die Anmeldung

.net@movies ist bewusst als kleine, sehr persönliche und intensive Veranstaltung konzipiert. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 beschränkt. Sichern Sie sich deshalb am besten heute noch einen der wenigen Plätze. Denn bei welcher Entwicklerveranstaltung haben Sie die Möglichkeit, in Sesseln zu lernen, die nicht nur viel Beinfreiheit bieten, sondern auch schon Weltstars wie Dustin Hoffman oder Samuel L. Jackson Platz geboten haben? Das Premierenkino Streit´s bietet Atmosphäre mit Geschichte und Glamour.

Eine formlose Email an anmeldung@prodevcollege.de mit dem Betreff „.net@movies episode I“ genügt für Ihre Anmeldung. Wir schicken Ihnen dann das Anmeldeformular zu und informieren Sie über die Details der Veranstaltung.

Der Early-Bird-Teilnahmepreis für .net@movies episode I – Web Security ist 420 EUR zzgl. MwSt. bis zum 30. November 2007, danach kostet die Teilnahme 475 EUR zzgl. MwSt.

Im Teilnahmepreis enthalten sind Getränke, Pausensnacks, Mittag- und Abendessen – und mehr. Lassen Sie sich überraschen!

image Achtung: Die ersten 10 Anmeldungen erhalten zusätzlich ein Exemplar von "Sichere Software mit Microsoft .NET entwickeln", in dem auch Beitäge der .net@movies-Referenten zu finden sind.

Die Veranstalter

Veranstalter von .net@movies ist das Professional Developer College mit seinen Gesellschaftern:

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Ralf Westphal, frei Autor, Referent, Berater zum Thema .NET-Softwarearchitektur
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Oliver Schmidt, Geschäftsführer des Softwarehauses KEEP IT SIMPLE, Hamburg


.net@movies wird unterstützt von:

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Sonntag, 15. April 2007

Impressionen vom ersten öffentlichen Rhetoriktraining für Softwareprofis

"War ein tolles Seminar, ich habe viel gelernt.
Ein Großteil meines Lampenfiebers ist verflogen."
Pavel Hanak, Trainingsteilnehmer

Am 2. & 3. April haben wir unser erstes öffentliches Rhetoriktraining für Softwareprofis veranstaltet. Und nicht nur das: Es war gleichzeitig die erste öffentliche Veranstaltung des Professional Developer College (PDC) überhaupt. Insofern sind wir sehr, sehr glücklich, dass alles so positiv verlaufen ist. Nach mehreren Jahren Inkubation ist das PDC jetzt am Laufen...

 
Die Teilnehmer des Rhetoriktrainings zusammen mit den Referenten (vordere Reihe, 2. & 3. v.l. Ralf und Renate)

Das erste Rhetoriktraining haben wir nun zusammen mit der andrena objects ag in Karlsruhe veranstaltet. Dort war man von unserer Vision begeistert, die fachlichen Hard Skills der Softwareentwickler um Soft Skills zu ergänzen. Das Rhetoriktraining ist in dieser Hinsicht auch nur ein erster Baustein; andere Soft Skill Trainingsangebote werden folgen.

Auslöser für die Idee zu einem Rhetoriktraining für Softwareprofis war im vergangenen Jahr unsere Wahrnehmung, dass der Bedarf an Referenten zu Softwarethemen steigt, die nicht nur fachlich sattelfest sind, sondern auch gut mit Freude und verständlich ihr Wissen einem großen Publikum vermitteln wollen. Es gibt immer mehr Themen, die es zu vermitteln gilt. Und es gibt immer mehr Plattformen, auf denen das mittels lebendiger Präsentationen geschehen kann. Die großen Entwicklerkonferenzen wie ADC, OOP oder prio gehören dazu. Aber auch lokale User Groups, firmeneigene Veranstaltungen wie das andrena ObjektForum, interne Fortbildungen, Community Events oder auch Webcasts sind solche Plattformen, bei denen ein Experte vielen Zuhörern sein Wissen vermittelt.

 
Am Anfang des Seminar benutzen die Teilnehmer gern Powerpoint, um ihre Themen zu präsentieren. Die Dokumentation aller Präsentationen mit der Kamera ist selbstverständlich.

 
Im Verlauf des Trainings lernen die Teilnehmer jedoch, dass sie ihre Botschaft auch auf anderem Weg zu ihren Zuschauern transportieren können. Mit Flipcharts wird der Vortrag lebendiger, mit Süßigkeiten kann er memorabler werden. Richtig gelernt und geplant, sind der Phantasie bei der Wahl der Mittel kaum Grenzen gesetzt.

Technologien wollen erklärt werden, Plattformen müssen sich profilieren... Woher kommen aber die Experten, die erklären und auch noch auftreten wollen? "Neue Sprecher braucht das Land" haben wir uns da gedacht und statt der zunächst geplanten Hard Skill Trainings zuerst ein Soft Skill Training entwickelt. Ein Sprechertraining für Softwareentwickler, die aus den Zuschauerreihen auf die Bühne wechseln wollen, um anderen das weiterzusagen, was sie selbst wissen: dafür schien uns ein Bedarf zu existieren. Wir freuen uns, dass wir damit richtig liegen.

"Super, das ist das, was am Markt gefehlt hat."
Benjamin Gopp, Trainingsteilnehmer

"Eine echte Bereicherung der Seminarlandschaft.
Die Ergebnisse waren sehr beeindruckend!"

Constantin Klein, Trainingsteilnehmer

Von der Idee bis zum ersten Speakertraining waren es dann knapp sechs Monate. Viele stundenlange Skypekonferenzen zwischen den Referenten  Renate Klein und Ralf Westphal waren dafür nötig. Das PDC ist ja ganz dem Zeitgeist entsprechend ein sehr virtuelles Unternehmen. Seine Mitarbeiter sitzen nicht in einem Gebäude, sondern sind über die Republik verstreut. Insofern lebt das PDC auch seinen Anspruch an die Soft Skills selbst und gibt eigene Erfahrungen weiter.

Dazu gehört auch, dass Ralf als Fachexperte mit 10 Jahren Erfahrung als Sprecher auf den Bühnen nationaler und internationaler Entwicklerveranstaltungen, sich jetzt der Ausbildung zukünftiger Sprechergenerationen widmet. Das Sprechertraining ist also keine trockene Veranstaltung im Elfenbeinturm, sondern eine Veranstaltung aus der Praxis für die Praxis.

"Mir war wichtig, alles zu lernen, um mich als Speaker auszurüsten. Das war mein Ziel und das wurde zu 100% erfüllt."
Benjamin Gopp, Trainingsteilnehmer

 

Die Methodik des Speakertrainings ist vielfältig: Phasen des Frontalvortrags mit anschließender Diskussion...

  
...wechseln ab mit Übungen zur Entwicklung eines Bewusstseins für Körper, Stimme und Raum...

 
...und münden schließlich die individuelle Planung der Umsetzung des Gelernten für den nächsten Übungsvortrag.

Das Training ist als zweitägiges Intensivseminar ausgelegt. Die geplante Seminarzeit von jeweils 9h-21h haben wir jedoch an beiden Tagen überschritten. Am ersten Tag haben wir bis nach 22h gearbeitet, um noch den ersten Vorträge für den nächsten Tag auszuarbeiten. Uns war wichtig, die Teilnehmer mit der Strukturierung nicht allein zu lassen - und wir haben gelernt, dass wir diese Form des Didaktik-Coachings noch intensivieren müssen.

Am zweiten Tag haben wir bis nach 24h zusammengesessen, allerdings zum Schluss in gemütlicher Runde. Von 18h an hatten die Teilnehmer ihre Abschlussvorträge vor großem Publikum gehalten und waren nach dem knapp dreistündigen Abendevent noch in "Feierlaune". Sie wollten noch Feedback von uns hören und ihren Erfolg diskutieren. Denn ein Erfolg war die Abendveranstaltung vor knapp 60 kritischen, aber wohlwollenden Zuschauern. Das Ergebnis der Auswertung von mehr als 40 Fragebögen hat der Abschlussveranstaltung die Schulnote 1,73 eingetragen und die durchschnittliche Sprechernote ist 1,94.

Dass den Zuschauern der "bunte Blumenstrauß" aus acht Kurzvorträge zu sehr unterschiedlichen Themen (von .NET Applikationslizensierung bis zur Einführung von Qualitätsmetriken in einem Unternehmen) gefallen hat, drückt jedoch nicht nur die gute Note für den Abschlussabend aus, sondern auch die teilweise sehr ausführliche ausformulierten Kommentare zu den Vorträge. Die Zuschauer haben sich also nicht nur in der Rolle der Rezipienten gesehen, sondern auch als "Geburtshelfer" für die neugeborenen Sprecher. Herzlichen Dank!

 
Mit knapp 60 Zuschauern für die Abschlussvorträge war die Abendveranstaltung fast ausverkauft.

 
Acht Vorträge à 15min: Die Zuschauer hielten tapfer mehr als zwei Stunden dem Sperrfeuer der hochmotivierten Seminarteilnehmer stand - und gaben wertvolles Feedback.

 
Dass allen die Veranstaltung gefallen hat, zeigte sich auch an den anschließend regen Gesprächen bei von andrena gesponsorten Getränken und Brezeln.

  
Nach zwei Tagen volle Power am Ende der verdiente Cocktail für die Seminarteilnehmer.

Und was sagen die Teilnehmer selbst? Sie sind sehr zufrieden gewesen. Mit der Gesamtnote 1,5 sind wir sehr zufrieden. Vielen Dank!

"Das Seminar hat meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Wir wurden gefordert und gefördert. Es sind mir meine Stärken und Schwächen aufgezeigt worden. Klasse!"
Andreas Bräsen, Trainingsteilnehmer

Aber wir wollen uns darauf nicht ausruhen. Während der Tage haben wir auch einige rauhe Stellen in unserer Agenda und in der Abwicklung gefunden, die wir noch polieren müssen. Wir müssen z.B. die Durchführung etwas straffen, um etwas mehr Stoff zu bewältigen und noch mehr Übungen durchzuführen. Und wir müssen den Teilnehmern noch mehr bei der Planung ihrer Vorträge beistehen. Strukturierung und Didaktik sind das Schwierigste - aber auch am schwierigsten zu vermitteln. Hier ist unsere Präsenz als Trainer noch mehr gefragt. Und vielleicht werden wir sogar hierfür speziell ein weiteres Training erarbeiten, in dem darauf sowie die Anwendung von Best Practices der Fokus liegt.

Eine erste Gelegenheit zur Anwendung einer überarbeiteten Agenda für das Sprechertraining bietet sich schon in dieser Woche: wir führen ein inhouse Rhetorikseminar durch.

Und für Ende Juni haben wir auch wieder ein öffentliches Training geplant. Der Termin im April war ausgebucht und wir mussten eine Warteliste aufmachen. Im Juni sind allerdings noch Plätze frei. Wir würden uns freuen, wenn Sie Lust hätten, Ihr Fachwissen als Sprecher auf den Bühnen der .NET-Community weiterzugeben.  

Donnerstag, 8. März 2007

Neue Sprecher bekommt das Land - Öffentliche Abschlussvorträge des Rhetoriktrainings

Am 2./3. April 2007 findet unser  öffentliches Rhetoriktraining für Softwareprofis statt. Das Besondere an unserem Rhetoriktraining neben seinem Fokus auf Softwareprofis ist nun, dass die Teilnehmer nicht nur während der zwei Tage unter sich viele Übungen durchführen, sondern... dass sie am Ende ihren Abschlussvortrag öffentlich halten. Ihr "Meisterstück" sollen sie vor einem richtigen, großen, unbarmherzigen, nein, wohlwollenden, aber kritischen Publikum abliefern. Denn auch wenn wir ihnen eine ganze Reihe von Tipps und Werkzeugen und Best Practices mit auf den Weg geben können - am Ende ist deren Anwendung in einem echten Vortrag immer noch etwas anderes. Damit aber auch das unter "kontrollierten Bedingungen" passiert, bieten wir den Teilnehmern für ihre Abschlussvorträge ein großen Forum, zu dem auch Sie herzlich eingeladen sind.

Wir würden uns freuen, wenn Sie am 3. April um 18h den Weg zu uns in den Technologiepark Karlsruhe finden würden. Zusammen mit unserem lokalen Kooperationspartner andrena objects bieten wir Ihnen einen thematisch vielfältigen Abend mit 7 technischen Vorträgen rund um die Softwareentwicklung. Von Multithreading über Eclipse bis zu SOA ist alles dabei.

Wir würden uns freuen, wenn Sie dabei wären, um die Teilnehmer des Rhetoriktrainings anzufeuern und sich von ihren frisch entwickelten Sprecherkompetenzen beeindrucken zu lassen.

Melden Sie sich am besten direkt auf der Seite des ObjektForums von andrena objects an:

http://www.andrena.de/ObjektForum/Veranstaltungen/72.html

Dort finden Sie auch die Vortragsthemen und eine Wegbeschreibung. Die Veranstaltung ist kostenlos - aber bringt den Absolventen des Rhetoriktrainings und ihnen hoffentlich gleichermaßen viel.

Renate Klein, meine Ko-Trainerin, und ich freuen uns auf Sie!

-Ralf Westphal

Sonntag, 4. März 2007

Untugenden der Softwareentwicklung

Gerade bin ich bei Google über einen interessanten Text gestolpert: Die 7 Untugenden des Informatik-Studenten. Da habe ich geschmunzelt, denn ich war ja auch einmal Informatik-Student.

Auf der anderen Seite aber... Leider hat der Text nichts von seiner Aktualität eingebüßt. In unserer Branche ist ja vieles sehr flüchtig, aber manches hat auch Bestand. Und so erkenne ich einige der beschriebenen Untugenden auch bei den professionellen Softwareentwicklern wieder.

Vernachlässigung der Theorie

Professionelle Softwareentwickler interessieren sich selten für theoretische Aspekte der Softwareentwicklung.  Komplexitätsabschätzungen von Algorithmen, Graphentheorie, Endliche Automaten... das alles und mehr halten viele für irrelevant. Sie sehen keinen praktischen Nutzen in solchen theoretischen Konzepten. Brauchbar ist, was Microsoft in eine Technologie gegossen hat. C#/VB lernen, .NET Framework Klassenbibliothek lernen, SQL Server/Oracle lernen. Was braucht man mehr fürs Tagesgeschäft? Das höchste der theoretischen Gefühle scheinen heute Datenbanknormalisierung und Entwurfsmuster zu sein.

Vernachlässigung des Handwerks

Was gehört zum Handwerk eines Softwareentwicklers? Das Programmieren, klar. Softwareentwickler sollen vor allem Code schreiben, um Probleme zu lösen. Aber so wie es aussieht, ist die Fähigkeit dazu doch nicht so weit verbreitet, wie sie sein sollte. Liegt das daran, dass solche Berichte sich auf ferne Länder beziehen? Leider nein, denn während der Assessments, die das Professional Developer College zur Unterstützung von Personalentscheidungen in Softwarefirmen durchführt, sind wir ähnlich überrascht worden.

Aber es geht nicht nur darum, dass viele Stellenbewerber selbst einfachste Programmierprobleme nur unter Mühen lösen können. Zum Handwerkszeug gehört es eben nicht nur, Code zu schreiben, sondern diese Tätigkeit als Teil eines Prozesses zu sehen. Softwareentwickler sollten nicht nur Techologieexperten sein, sondern auch Code grundsätzlich modellieren und systematisch testen können. Da aber hapert es.

Modellierungsaufgaben bereiten immer wieder großes Unbehagen und führen nicht zielstrebig zu einem Ergebnis. Über systematisches und automatisches Testen wird lange debattiert und am Ende bleibt der kursorische manuelle Test. Die Planung der Codierung und die Überprüfung des Codes als grundlegendes Handwerkszeug sind im Bewusstsein vieler Entwickler einfach nicht verankert.

Zu späte Spezialisierung

Während der Text eine zu frühe Spezialisierung beklagt, sehe ich das Problem im Gegenteil. Entwickler spezialisieren sich zu spät oder gar nicht, sondern verharren in einem Anspruch von Generalistentum, den sie selbst nicht einlösen können. Das verhindert den systematischen Erwerb von Tiefenwissen und lässt daher die Qualität der Produkte sinken, weil technologische Optionen nicht oder nur suboptimal ausgenutzt werden.

Der Employability ist dieses Denken auch nicht zuträglich, den der Wert am Arbeitsmarkt wird sich zukünftig mehr danach richten, wie gut einer in 1-2 Spezialgebieten ist. Bewerbungen, in denen von Smalltalk über Java bis C# alles drin ist, verlieren an Wert. Mehr als eine Entwicklungsplattform wie .NET wirklich (!) zu beherrschen, halte ich für schlicht unmöglich. Und innerhalb von .NET wirklich (!) gut in mehr als 2-3 Spezialgebieten zu sein, ebenfalls.

Wer diese Spezialgebiete für sich aber nicht bewusst findet und seine Fortbildung darauf fokussiert, der verliert den Anschluss.

Vernachlässigung der Soft Skills

Softwareentwicklung ist mehr als einsames Codieren. Software entsteht immer mehr im Dialog: im Dialog mit Kollegen, mit Beratern, mit Kunden, mit Peers.

Im Dialog zu bleiben und ihn zu nutzen, erfordert jedoch andere Fähigkeiten, als die fachliche Problemlösung. Neben den üblichen Hard Skills sind dafür Soft Skills nötig. Die aber erwerben Softwareentwickler nicht in der Ausbildung und auch nicht systematisch am Arbeitsplatz.

Die Qualität der Produkte wird daher durch Friktionen in den sozialen Systemen beschränkt.

Fazit

Das mag alles bitter klingen. Und, ja, das Schmunzeln ist mir schon ein Stück vergangen. Aber es geht ja nicht um eine Schuldzuschreibung und Verdammung, sondern nur um die Schilderung eines Eindrucks, dessen ich mich nicht erwehren kann.

Die Gründe dafür, dass es so ist, liegen ja auch nicht vollständig bei den Entwicklern. Die Ausbildung, die Heterogenität der Hintergründe, der hohe Projektdruck, erfolgsgetriebene Chefs... es kommt viel zusammen.

Aber nur weil es so ist, muss es ja nicht so bleiben.  An all diesen "Fronten" bemühen wir uns beim Professional Developer College zu helfen.

Die Grundausbildung zum .NET Softwareentwickler, die wir gerade erarbeiten, wird auch Theorie und "erweitertes" Handwerkszeug vermitteln. Und unsere Soft-Skill-Seminare, bei denen wir mit dem Rhetoriktraining einen Anfang gemacht haben, nehmen sich der "weicheren" Aspekte der Programmierung an.

Wir hoffen, wir können mithelfen, etwas zu bewegen...

Dienstag, 9. Januar 2007

Wuff! Google kommt auf den Hund

Dass ein Hund beim Flirten Pluspunkte verschaffen kann, ist ja altbekannt - und inzwischen sogar durch´s Fernsehn bestätigt - 3sat berichtete.

Dass ein Hund nun aber sogar bei der Anbahnung der Beziehung zu einem neuen Arbeitgeber hilfreich sein soll... das behauptet zumindest Google. Denn Google fragt lt. Spiegel Online in seiner online Stellenbewerberauswahl z.B. danach, ob die Bewerber schon einmal Hunde-Babysitter waren. Ist ein Bewerber stattdessen oder auch darüber hinaus auch Gründer einer wohltätigen Organisation oder Buchautor, so interessiert Google das ebenfalls.

Was ist los mit Google? Zählen für Google keine technischen Kompetenzen mehr? Will Google auch eine Stiftung wie Bill Gates gründen und sucht dafür erfahrene Helfer? Oder setzt Google zukünftig für die Indizierung von Literatur auf neue Bücher, statt auf existierende?

Nein, Google ändert seine Produktstrategie nicht. Google ist nur sensibel dafür geworden, dass für die Besetzung einer (technischen) Position mehr zählt, als harte technische Kompetenz. Google lebt in seinem online Bewerberauswahlverfahren nur das, was Personaler schon lange predigen: die gleichwertige Berücksichtigung von Soft Skills neben den üblichen Hard Skills.

Das findet das Professional Developer College klasse - und lange überfällig in den kleinen und mittleren, aber auch vielen großen Softwarefirmen/-abteilungen.

Ob nun die Fragen nach Hund und Autorenschaft geeignet sind, etwas über die Schlüsselqualifikationen eines Bewerbers auszusagen, sei einmal dahingestellt. Welche Fragen Google in puncto Soft Skills also stellt, ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass Google als großes Softwareunternehmen deutlich nach außen demonstriert: "Leute, bei uns sind technische Fertigkeiten zwar wichtig - aber sie sind nicht alles. Wer etwas bei Google werden will, der sollte sich beizeiten um seine Soft Skills gekümmert haben.!"

Aber wir kümmert sich ein Bewerber beizeiten um seine Soft Skills? Lernt er sie in der Schule? Stehen Sie in der Uni oder Berufsschule auf dem Lehrplan? Hat sie sich sein bisheriger Arbeitgeber angelegen sein lassen?

Kaum.

Soft Skills werden in den üblichen Ausbildungsgängen im Grunde nicht gelehrt - und Arbeitgeber nehmen sie als gegeben hin (s. dazu auch unseren Beitrag im OBJEKTspektrum).

Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Wir vom Professional Developer College tun unser Bestes, um Soft Skills in technische Ausbildungen zu integrieren und die Awareness dafür in der Branche zu erhöhen.

Software braucht Soft-Skills

"Was sollte ein Softwareentwickler oder -architekt eigentlich können? Aktuelle Technologien und technische Konzepte sollte er beherrschen. Aber ist das wirklich ausreichend? Nein, denn Softwareentwicklung braucht mehr als harte Technik - sie braucht zunehmend scheinbar weiche Kompetenzen, so genannte "Soft Skills". Das liegt in ihrer Natur, wird allerdings häufig verdrängt. Dieser Artikel zeigt, warum Qualitäts- und Produktivitätseinbußen die Folge sein müssen, wenn Soft Skills zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird." [OBJEKTspektrum 01/2007]

ProDevCollege-Affiliate Renate Klein und ProDevCollege-Mitgründer Ralf Westphal haben sich in einem Artikel für das OBJEKTspektrum des weitläufigen Themas der Schlüsselqualifikationen - oder neudeutsch: der Soft Skills - angenommen und einen Blick darauf speziell aus Sicht der Softwareentwicklung geworfen. Ihr Ergebnis:

Soft Skills sind schon länger Thema bei Personalern und in Stellenanzeigen. Aus- und Weiterbildungspläne behandeln das Thema jedoch stiefmütterlich - um es vorsichtig auszudrücken. Dabei ist kaum eine andere Branche so sehr auf Soft Skills angewiesen wie die Softwareentwicklung. Der Grund: Softwareentwicklung ist Wissensarbeit in reinkultur. Und Wissensarbeit - auch wenn sie sich mit harter Technik beschäftigt - kann nur effektiv geleistet werden, wenn die Wissensarbeiter möglichst friktionsfrei untereinander und mit der Umwelt interagieren und auch sich selbst möglichst wenig im Wege stehen. Der Schmierstoff für solch reibungslose Zusammenarbeit sind aber eben Soft Skills.

Lesen Sie den kompletten Artikel hier als PDF-Dokument.

Das Professional Developer College wurde mit dem Ziel gegründet, die "üblichen Hard Skills" - Tools, Technologien, technische Konzepte - mit den ebenso nötigen Soft Skills zu verbinden. Das verstehen wir unter einer ganzheitlichen Ausbildung.

Mit dem Rhetoriktraining für Softwareprofis machen wir in dieser Hinsicht dann auch den ersten Schritt: Wir möchten "harte Techniker" dafür gewinnen, sich auf "weiche Kommunikation" mit der Community einzulassen. Wer technische Kompetenz hat, soll mit diesem Training in die Lage versetzt werden, diese Kompetenz auch auf einer Bühne vor größerem Publikum zu demonstrieren. Das bereichert sowohl die Zuschauer, wie den Kompetenzträger. Um andere für "harte Technik" zu begeistern oder sich begeistern zu lassen, kommt die "harte Technik" einfach nicht ohne "weiche Kompetenzen", die Soft Skills aus.

Das leitet der Artikel im OBJEKTspektrum anschaulich her. Dafür steht das Professional Developer College.

Freitag, 5. Januar 2007

Willkommen!

Willkommen im Blog der Professional Developer College GbR, www.prodevcollege.de.

Hier wollen wir in Zukunft Gedanken, Pläne, Neuigkeiten rund um unsere Vision von einer Ausbildung zum .NET-Softwareentwickler publizieren.

Wenn Sie Lust haben, helfen Sie uns, indem Sie uns Feedback per Email oder über die Kommentarfunktion des Blogs geben. Wir hören gern von Ihnen.

Ihr ProDevCollege Team
Ralf Westphal & Oliver Schmidt

PS: Auf der ProDevCollege Homepage erklären wir ausführlich unseren Ausgangspunkt für das Angebot von Produkten rund um die Ausbildung zum professionellen .NET-Softwareentwickler. Dort finden Sie dann natürlich auch die wachsende Zahl unserer Angebote...