Entscheidungen sollen zum spätestmöglich verantwortbaren Zeitpunkt getroffen werden – das ist ein Grundsatz agiler Softwareentwicklung. Darüber hinaus ist man damit aber auch gut beraten im Leben. So haben wir beim Professional Developer College z.B. die Entscheidung über den guten Zweck des prio.walk nicht sofort bei Ankündigung festgelegt, sondern damit bis jetzt gewartet. Das schien uns verantwortbar, denn nicht der konkrete Spendenzweck sollte den Ausschlag für eine Spende geben, sondern der Spaß an einem ungewöhnlichen Event und die Möglichkeit, sich eine ansonsten kostenlose Beratung “zu erlaufen”.
Nun sind wir aber über einen guten Zweck gestolpert und schier begeistert. Das Warten hat sich gelohnt! Wir sind von der guten Sache überzeugt. Sie lohnt die Mühe des prio.walk und Ihre Spende.
Der gute Zweck des prio.walk ist das RealExperiment sinnvoll wirtschaften. Beschrieben wird es hier in engagierten und motivierenden Worte. Und berichtet wird darüber kontinuierlich im Blog des Experiments: http://swinfo.wordpress.com. Dort gibt es auch weitere Hintergrundinformationen. Hier vorab in knappen Worten:
Drei visionäre und rastlose Geister starten das RealExperiment, um herauszufinden, ob es mit dem Arbeiten und der Unternehmensführung nicht auch mal anders gehen kann als in den letzten 150 Jahren. Sind wirtschaftlicher Erfolg, begeisterte Kunden und motivierte Mitarbeiter vom Geschäftsführer bis zum Pförtner wirklich unvereinbar oder höchstens märchenhafte Glücksfälle? Sie glauben, nein.
Zufriedenheit auf allen Seiten und Nachhaltigkeit und hohe Produktqualität gehen zusammen. Hier und heute ist es möglich – allerdings ist dafür vieles anders zu machen. Und deshalb gründen die drei rastlosen Geister Zeuch, Borck, Stegfellner dafür eigens eine Firma, in der sie die Bedingungen dafür schaffen können. Denn anders muss es werden, wenn es besser werden soll. Sie beginnen also auf der grünen Wiese – allerdings ohne jede Gewissheit, dass es klappt. Sie sind “nur” Visionäre, sie haben die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen, sie behaupten nicht, dass sie ein solches Unternehmen “einfach so” aufbauen könnten – doch sie glauben fest daran, dass das möglich ist, wenn man es wirklich will und eben nicht nur Gewinnsteigerung im Blick hat, sondern auch die Menschen. Die Experimentatoren wollen also Hirn und Herz zusammenbringen.Anders als üblich erfolgt die Firmengründung jedoch nicht stickum, sondern öffentlich und transparent. Sie sind so mutig und lassen sich in die Karten schauen, ob es klappt mit ihrer Vision. Damit leben sie schon einen Teil ihrer These selbst: “Fehlerfreundlichkeit - aus dem Tabu eine Chance machen.” Sie sehen Fehler nicht als negativ, sondern als unvermeidlich und Quelle für Erkenntnisse an. Wir alle, die wir das Experiment beobachten, sollen mit und an ihnen etwas lernen können.
Wer es visueller und uninterpretiert mag, der kann sich hier in 4:17 Minuten informieren, was es mit dem RealExperiment auf sich hat:
Das Professional Developer College findet diese Idee klasse. Bei unseren Trainings sehen wir immer wieder, dass Entwickler nicht nur fachlich etwas dazulernen müssen, sondern dass auch die Organisationen, in denen sie arbeiten, Lernbedarf haben. Das Unternehmensumfeld für Softwareentwickler ist leider oft in einem Zustand, dass qualitativ hochwertige Arbeit und Zufriedenheit nicht recht aufkommen wollen – trotz aller technischer Kompetenzen.
Peter Drucker hat dafür den Grund so formuliert: “Culture eats strategy for breakfast.” Die Unternehmenskultur – dazu gehört z.B. der Umgang mit Fehlern, Zeit, Räumlichkeit, Gehalt, Budget, Rollenverteilung – ist oft derart, dass produktive, kreative, ja, gar innovative Arbeit für Softwareentwickler schwierig ist. Natürlich ist das so nicht aus bösem Willen. Geschäftsführer und Manager bemühen sich redlich und versuchen das, was sie gelernt haben, so gut zu machen wie möglich. Dennoch bleibt das Ergebnis hinter den Erwartungen und allemal hinter dem Möglichen zurück.
Woran liegt das? Wir beim Professional Developer College und auch Zeuch, Borck, Stegfellner glauben, es liegt womöglich daran, dass die tradierten Werkzeuge – von der Kostenbuchhaltung bis zur Weihnachtsgeld, von der Kernarbeitszeit bis zum Abteilungsbudget – nicht mehr passen. Sie müssen angepasst oder gar ersetzt werden. Eine Wirtschaft, die heute nicht mehr dieselbe wie vor 50 oder 150 Jahren ist, erfordert das. Eine Kundschaft, die auch nicht mehr dieselbe ist wie in Zeiten des Mangels nach dem zweiten Weltkrieg, erfordert das. Und schließlich sind die Mitarbeiter auch nicht mehr das, was sie mal waren – in positiver und negativer Hinsicht.
Es wäre also dumm, wenn man meinte, nur mehr derselben Werkzeuge würden helfen. Nein, andere müssen her. Aber welche? Jenseits der bunten Managementliteratur wollen Zeuch, Borck, Stegfellner das nun in ihrem RealExperiment herausfinden. Toll! Das ist mutig – nicht nur, weil sie das öffentlich tun, sondern weil sie daran ihre Existenz knüpfen. Sie experimentieren nicht nach Dienst in einer Garage, sondern fulltime zur besten Arbeitszeit auf dem freien Markt. Hut ab!
Deshalb will der prio.walk dieses Experiment unterstützen. Jeder Beitrag zählt. Und keine Angst: mit diesen Spenden und weiteren wollen sich die Gründerforscher nicht durchmogeln. Sie suchen lediglich nach einer Starthilfe wie jeder andere Unternehmensgründer, der zu einer Bank geht oder bei VC-Gebern Klinken putzt.
Also: Wer macht mit beim prio.walk auf dem Weg zu einem erfolgreichen RealExperiment? Es kann uns allen nur nutzen. Jede Erkenntnis, die das Experiment erzeugt, ist eine gute Erkenntnis.
Die Route des prio.walk ist klar. Gesellt euch zu uns. Lasst euch beraten – und unterstützt den guten Zweck RealExperiment mit einer Spende. Wir freuen uns auf spannende Wandertage.


Wir werden alle eingesandten Ergebnisgrafiken und Zusatzangaben zu einem Branchenindex der Jobzufriedenheit verdichten. Die zusätzlichen Fragen dienen dabei der Differenzierung, denn es könnte ja sein, dass z.B. Softwarearchitekten tendenziell (un)zufriedener als Entwickler sind oder die Zufriedenheit in großen Teams höher/niedriger als in kleinen Teams ist usw. Selbstverständlich sind alle Angaben wie ja auch die ganze Teilnahme freiwillig. Doch wir würden uns sehr über möglichst viele Auskünfte freuen, um ein differenziertes und fundiertes Bild der Branchen zeichnen zu können.
Ihre Mühe beim Ausfüllen des Fragebogens wird natürlich sofort mit einem persönlichen Erkenntnisgewinn belohnt. Dabei wollen wir in diesem Aufruf aber nicht stehenbleiben. Als weiteren Anreiz für eine Email mit Ergebnisgrafik an uns bieten wir eine Verlosung von sechs Preisen unter den Einsendern (der Rechtsweg ist dabei natürlich wie immer ausgeschlossen):
Einsendeschluss für die Ergebnisgrafiken ist der 24. Juli 2009.
Ob Sie sich als Softwareentwickler fortbilden sollten oder nicht, ist keine Frage. Wenn nicht Softwareentwickler ständig dazulernen müssen, wer dann? Das fällt Ihnen natürlich nicht immer leicht. Abends noch eine Zeitschrift oder ein Buch mit nach Hause nehmen, zwischen den Aufgaben des Tagesgeschäftes mal etwas ausprobieren oder gar über längere Zeit evaluieren – das erfordert Kraft.
Für die Teilnahme an einem Unterricht müssen Sie aber wahrscheinlich Ihren Chef fragen. Der muss auf Sie ja einige Zeit am Arbeitsplatz verzichten. Für 1 oder 2 Tage tut er das noch relativ leicht. Bei 3 oder 5 Tagen knirscht er mit den Zähnen. Darüber hinaus ist mit ihm kaum zu verhandeln.
In der wesentlichen Phase des Lernens, nämlich beim ausgiebigen Ausprobieren und beim Transfer des Stoffes auf das eigene Projekt, sind sie nach einem “Kurzblockunterricht” also allein. Sie stehen unter Druck. Sie stehen womöglich unter Beobachtung, weil der Chef ja sehen will, ob das teure Training auch schnell Früchte trägt.
Die School of .NET ist also berufs- bzw. projektbegleitendes Lernen. Das macht sie effektiv. Teurer als ein einmaliges Blocktraining ist sie deshalb auch nicht. Im Gegenteil! Die School of .NET ist in doppelter Hinsicht günstiger: Zum einen nützt das Training mehr, weil es näher an der lernpsychologischen Realität ist. Zum anderen bietet es mehr, weil nicht nur Unterricht als Einbahnstraße stattfindet, sondern immer wieder Fragen aus der Praxis zwischendurch behandelt werden können. Das Lernen wird begleitet, die Teilnehmer sind mit dem Lernstoff gerade in der schwierigen Phase des Transfers nicht allein.
Programmierer werden also quasi zu Umprogrammierern ihrer selbst. Denn Projekte, die bisher vor allem darauf achten, unmittelbaren Kundenutzen zu generieren, programmieren ihre Entwickler auch in diesem Sinne. So entstehen Softwaresysteme, die zwar funktionieren - unter der Haube aber unter hoher innerer Entropie des Codes und einer Qualitätsschuldenlast (
VSTO oder andere Akronyme.
Durch das CCD Camp realisieren wir sehr schnell eine Kostenersparnis im Allgemeinen und vor allem einen Imagegewinn beim Kunden, für den Qualität eine Selbstverständlichkeit ist. Wir erwarten nach Auslieferung weniger unangenehme Gespräche mit dem Kunden über Programmierfehler.